Vielleicht kennst du das …
Du funktionierst. Du leistest. Du machst einfach weiter. Und irgendwann meldet sich dein Körper. Laut.
Bei mir waren es 20 Jahre Rückenschmerzen.
Als mir ein Arzt sagte: „Nehmen Sie doch täglich zwei Ibuprofen.“, wusste ich sofort:
Das ist nicht mein Weg.
Ich wollte verstehen, warum mein Körper so reagiert. Und ich wollte Werkzeuge finden, mit denen ich selbst etwas verändern kann.
Ich bin gelernte Goldschmiedin.
Dort habe ich gelernt, dass man mit den richtigen Werkzeugen etwas Wertvolles erschaffen kann – und dass echte Veränderung Zeit, Geduld und Hingabe braucht.
Später führte mich das Leben in eine neue Richtung:
zur Ergotherapie.
Heute arbeite ich als staatlich geprüfte Ergotherapeutin in der Psychosomatik und Neurologie. Jeden Tag erlebe ich, wie eng Körper, Geist und Seele miteinander verbunden sind.
Doch bevor ich andere begleiten konnte, musste ich meinen eigenen Weg gehen.
Während meiner Ergotherapie Ausbildung verlangte ich mir selbst sehr viel ab. Der Druck, den ich mir machte, zeigte sich immer deutlicher in meinem Körper. Meine Rückenschmerzen wurden stärker.
Mit 40 kam Qi Gong in mein Leben.
Zum ersten Mal spürte ich, wie es sich anfühlt, wirklich im eigenen Körper anzukommen.
Sieben Jahre später begegnete mir Yiquan. Zur gleichen Zeit brachte mich eine Lebenskrise mit einer depressiven Episode auf den Boden.
Rückblickend war genau diese Zeit eine meiner wichtigsten Lehrerinnen.
Erst dort erkannte ich, welche Kraft in diesen Bewegungskünsten steckt – nicht nur für den Körper, sondern auch für den Geist und die Seele.
Heute weiß ich: Meine Rückenschmerzen hatten nicht nur mit meinem Rücken zu tun.
Der Wendepunkt kam, als ich begann, den Menschen als Ganzes zu verstehen.
Körper, Geist und Seele sind ein fantastisches Team. Sie beeinflussen sich in jeder Sekunde gegenseitig – positiv wie negativ.
Das ist keine Theorie.
Es ist das, was ich als Ergotherapeutin täglich erlebe. Und das, was ich selbst erfahren durfte.
Ich schätze die westliche Medizin sehr. Gleichzeitig bin ich überzeugt, dass es mehr Wege in die Gesundheit gibt, als wir oft für möglich halten.
Die chinesischen Bewegungskünste, die fünf Wandlungsphasen, die Meridiane sowie die intensive Auseinandersetzung mit Persönlichkeitsentwicklung und mentaler Arbeit haben mir Türen geöffnet, die ich vorher nicht kannte.
Sie haben mein Leben verändert. Ich weiß jetzt, wie sich vitale Leichtigkeit und Lebensfreude (wirklich) anfühlen.
Für mich beginnt jede Veränderung von innen. Mit einem Gedanken. Mit einer Bewegung. Mit einer Entscheidung.
Was sich in uns verändert, zeigt sich irgendwann auch im Außen.
Seit meiner Qi-Gong-Ausbildung durfte ich viele Menschen begleiten – in Kursen, Retreats und Qi-Gong-Stunden in einer Klinik.
Jede Begegnung hat auch mich wachsen lassen.
Ich teile mit dir nicht nur Übungen.
Ich teile Erfahrungen, Werkzeuge und Wissen aus der Ergotherapie, der Psychosomatik, der Neurologie, dem Qi Gong, dem Yiquan und der traditionellen chinesischen Medizin.
Mir geht es nicht darum, dass du mir glaubst. Mir geht es darum, dass du deinen Körper besser verstehst und lernst, dir selbst zu vertrauen.
Mein Ziel ist nicht, dass du von mir abhängig wirst –
Mein Ziel ist, dass du deinen eigenen Weg findest.
2000 Staatlich geprüfte Ergotherapeutin
2011 Lehrerin für Qi Gong
(Ausbildung bei Du Hong Lena & Prof. h.c. Sui Qing Bo)
2017–2022 Yiquan-Ausbildung bei Jumin Chen, Chen Akademie